Hinter­grund­wissen zum Hilfe­telefon

Silke Noack

Leiterin Hilfetelefon Sexueller Missbrauch Foto: Barbara Dietl

„Viele Menschen rufen uns an mit einem ‚komischen Gefühl‘. Sie haben etwas beobachtet, wissen aber nicht, wohin sie sich wenden können. Und wenn man nicht weiß, wohin man sich wenden kann, bleibt man mit diesem Gefühl alleine zurück. Ich möchte, dass Menschen aufmerksam werden und sich trauen hinzuschauen, damit sexuelle Gewalt an Kindern aufgedeckt und schneller beendet wird.“

Booklet des Hilfetelefons (PDF, 1 MB)

Wissenschaftliche Begleitung

Das Kompetenzzentrum Kinderschutz in der Medizin Baden-Württemberg (com.can) begleitet das Hilfetelefon seit Januar 2016. Wenn die Anrufenden damit einverstanden sind, werten die Wissenschaftler*innen die anonym erhobenen Daten unter verschiedenen Aspekten aus: Wer ruft mit welchen Anliegen an? Welche Entwicklungen zeichnen sich ab? Wie wird beispielsweise auf aktuelle Gesetzgebung oder auf Fälle reagiert, die eine hohe mediale Aufmerksamkeit haben? Die Informationen fließen in die fachpolitische Arbeit des UBSKM ein.

Prof. Dr. med. Jörg M. Fegert und Jun.-Prof. Dr. Miriam Rassenhofer

Kompetenzzentrum Kinderschutz in der Medizin Baden-Württemberg Foto: Universitätsklinikum Ulm

„Durch die Begleitforschung zum Hilfetelefon durften wir in den vergangenen Jahren von den Anrufenden vieles zum Thema sexueller Missbrauch lernen, was bislang nicht im Fokus stand. Gerade Betroffene und besorgte Familien sowie Personen im Umfeld vermitteln uns wichtige Erfahrungen, aus denen wir Schlüsse ziehen können, wie Menschen im Umfeld besser zum Schutz von Kindern beitragen können.“

Diese Initiative wird u. a. unterstützt von

0800 22 55 530 Anrufen